Übersicht
Wie lange schon...
…streifst Du ungesehen durch die Wälder der Vergessenheit? Wie lange schon – fühlst Du Dich eingesperrt in einen Käfig aus Regeln, Pflichten, Verboten und Idealen, denen Du zu entsprechen versuchst?
Wie lange schon abgelehnt in Deiner natürlichen Schönheit, Anmut, Wildheit und Deiner innewohnenden Lebendigkeit?
Wie lange schon sollst Du gezähmt werden, fern gehalten werden vom Leben, der Freiheit, der spielerischen Lust des lebendigen Erkundens?
Ja, wie lange schon?
Wie lange schon hast Du es Dir verboten, den Mond mit Hingabe an das Mysterium des Lebens aus vollem Hals anzurufen? Aus Angst, man könnte Dich hören. Aus Angst, Du könntest auffallen. Aus Angst, man könnte erneut Jagd auf Dich machen und Dich wieder in einen Käfig sperren.
Der innere Käfig
Der Käfig wird gelebt. So oft, an so vielen Orten. Von so vielen – in so vielen Situationen. Das Wilde ist nicht gern gesehen in unserer Zeit. Zu unberechenbar, zu gefährlich, diese Natürlichkeit!
Wir sollen Normen entsprechen, werden gemessen, verglichen, bewertet. Zurechtgestutzt.
Kann es sein, dass wir das verinnerlicht haben?
Kann es sein, dass dieser Käfig ein innerer Käfig ist?
Kann es sein, dass die Verbote von Dir kommen?
Vielleicht ganz still und heimlich.
Eine leise, permanente Stimme in Dir, die Dir verbietet – Deine wahre, wilde Natur zu leben, auszudrücken?
Eine Stimme, an die Du Dich schon so sehr gewöhnt hast, dass Du sie gar nicht mehr bewusst wahrnimmst?
Kann es sein, dass Du Deinen Wolfsmann, Deine Wolfsfrau einsperrst?
Kann es sein, dass Du selbst Dir diese Konventionen aufzuerlegen gelernt hast?
Kann es sein, dass Du diesen Wolf in Dir zu einem Schoßhund umerziehen, Dich in Deiner wahren, würdevollen Schönheit mit irgendwelchen Idealen zurechtstutzen willst?
Um zu “passen”, um nicht “anzuecken”, um keine Angst haben zu müssen, abgelehnt zu werden?
Man kann ihn auch irgendwie verstehen – diesen inneren Käfig – nicht wahr?
Vielleicht ist es an der Zeit...
In jedem Mann, in jeder Frau steckt dieser wilde, unbeugsame Teil unserer wahren Natur. Ein Wolfsmann, eine Wolfsfrau.
In jedem von uns wohnt dieser natürliche Urinstinkt, der die Verbindung zu einem Mysterium hat.’
Ein Mysterium, das unser domestizierter Verstand nicht fassen und erklären kann.
Vor dem unser Denker, unser Verstand auch Angst hat.
Doch dieser Teil möchte leben!
Er möchte freigelassen werden.
Nicht um Anderen zu schaden oder um zu unterwerfen, nein.
Sondern um in seiner wahren und würdevollen Natur stehen und leben zu dürfen.
Dieser Wolf ist kein einsamer Wolf, kein rücksichtloser Wolf.
Vielleicht war er das für eine sehr lange Zeit. Denn – im inneren Käfig zur Einsamkeit verdammt, mit Verboten und Tabus in die Ecke gedrängt.
Ja, da kann es passieren, dass er wütend und zähnefletschend auch angsteinflößend wirkt.
Weil er bisher vielleicht keinen Platz hatte. Keinen würdevollen Platz.
Normalerweise lebt er in seiner Natürlichkeit auch immer zum Wohl seines Rudels, seiner Sippe, zu der er sich zugehörig fühlt.
Eine, die ihn in seiner wahren Natur wertschätzt und anerkennt. Eine Gemeinschaft, in deren Mitte er in seiner wahren Natürlichkeit einen Platz hat. Wo er sich nicht verstellen oder verbiegen muss. Nicht so tun muss, als sei er ein Schoßhund oder gar ein Schaf.
Ein Raum, in dem alles seinen Platz haben darf – die hellen Seiten und die dunklen.
Doch vielleicht hatte er bisher nie die Chance, Teil eines Rudels zu sein.
Weil er nie frei war.
Vielleicht ist es an der Zeit, damit zu beginnen.
Deinen inneren Wolf frei zu lassen.
Ich lade Dich ein, Deinen Wolfsmann, Deine Wolfsfrau einzuladen.
Ihn frei durch die Wälder des Lebens streifen zu lassen, ihn laut aufheulen und instinktiv jagen zu lassen.
Vielleicht ist es an der Zeit, diesen Wolf in Dein Herz und dadurch in die Freiheit zu (ent)lassen.
Damit aufzuhören, ihn vor Dir selbst und für Andere zurechtzustutzen, ihm Verbote und Tabus aufzuerlegen.
Ihn in Gemeinschaften zu zwängen, in die er nicht “passt”.
Vielleicht ist es an der Zeit, diesen Wolf – Deine wahre Instinktnatur neu kennenzulernen.
Eine Beziehung aufzubauen.
Von ihm zu lernen.
Ihn heimzuholen.
Vielleicht ist an der Zeit, die Schönheit Deiner wahren, wilden Instinktnatur zu neuem Leben zu erwecken.
Und vielleicht – irgendwann oder sehr bald – werden die Vollmondnächte erfüllt sein von den wunderbaren Gesängen all der Wolfsmänner und Wolfsfrauen. Die in stimmgewaltiger Präsenz und Anbetung der natürlichen, wilden und individuellen Lebendigkeit ihre Freude über die innere Freiheit in den Nachthimmel schicken.
Voll der Dankbarkeit widme ich diese Zeilen der Autorin Clarissa Pinkola Estés (Die Wolfsfrau) und all den Wolfsmännern und Wolfsfrauen da draußen!
Alles Liebe und – bis bald unter dem Vollmond! <3
Deine Kristina
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Photo by Thomas Bonometti on Unsplash